Zur Diskussion: Social Media Leitfaden für die Caritas

Immer mehr Verbände und Träger der Caritas wollen sich in soziale Medien einbringen. Sie folgen damit ihren Mitarbeitern, die längst bei Facebook, Xing oder anderen Netzwerken aktiv sind. Viele geben auf ihrem Profil an, dass sie bei der Caritas arbeiten. So werden sie zu Botschaftern der Organisation. Die Verbandsleitung begrüßt das. In einem Leitfaden zur Nutzung sozialer Medien will sie Chancen und Herausforderungen aufzeigen. Der Entwurf dieser Social Media Guidelines kann hier kommentiert werden.

Nutzen Sie hierzu bis zum 15. Juli die Kommentarfunktion am Ende des Artikels. Die Anmerkungen werden von den Kommunikationsverantwortlichen des Deutschen Caritasverbandes diskutiert, bewertet und können so in die Endfassung des Dokumentes einfließen. Dieses will der Vorstand für die Bundeszentrale in Freiburg, Berlin und Brüssel beschließen. Im Herbst soll der Leitfaden im Caritasrat besprochen und so zur Vorlage für die rechtlich eigenständigen Caritasverbände, Träger und Einrichtungen werden.

Der Entwurf entstand in einer Zusammenarbeit mit der Caritas in Österreich, Luxemburg und Südtirol im Rahmen eines von der EU geförderten Lernprogramms.  Ansprechpartner bei Fragen ist Marc Boos von der Online-Redaktion des Deutschen Caritasverbandes (web@caritas.de)

ENTWURF:
Warum sich die Caritas in sozialen Medien engagiert

Soziale Medien und Netzwerke verändern die Kommunikation von Menschen. Sie nutzen Plattformen wie Facebook, Twitter oder Youtube nicht nur für den Austausch mit ihren Freunden, sondern auch für den Dialog mit Firmen, Verbänden und Organisationen. Den daraus resultierenden Anforderungen und Erwartungen will sich die Caritas stellen.

Dieses Dokument liefert

  1. eine Begriffsklärung zu sozialen Medien,
  2. Überlegungen zum Engagement der Caritas in sozialen Medien,
  3. Vernetzung der Caritas in den sozialen Medien
  4. Leitfaden zur Nutzung sozialer Medien für die Caritas in Deutschland (Guidelines)
  5. Zusammenfassung der Richtlinien
  6. Anhang: Übersicht über die derzeitige Präsenz der Zentrale des DCV in den
    sozialen Medien

1-3 sind grundsätzliche Aussagen, die den Verbänden eine Einschätzung und eigene strategische Planung ermöglichen.
4-6 sind Empfehlungen, die sich direkt an die ehrenamtlich und hauptamtlich in der Caritas Tätigen richten. 

1.   Begriffsklärung

Weltweit nutzen Millionen von Menschen jeden Alters soziale Medien im Internet. Plattformen wie Youtube, Twitter, Flickr und andere ermöglichen die kostenlose Veröffentlichung von eigenen Texten, Videos, Audios oder Fotos. Diese Inhalte können von anderen bewertet, weitergeleitet und auf deren Internetseiten eingebunden werden. Aus Medienkonsumenten werden Produzenten von Inhalten (user generated content). Radio, Fernsehen oder Zeitungen bestimmen nicht mehr (alleine), was Gesprächsthema wird.

Soziale Netzwerke wie Facebook, Xing oder Studi-/SchülerVZ bieten die Möglichkeit mit Freunden, Kollegen, Geschäftspartnern und Organisationen in Kontakt und ständig über deren Aktivitäten und Meinungen informiert zu bleiben. In offenen Gruppen entstehen neue Bekanntschaften und Verbindungen aufgrund ähnlicher Interessen, Hobbys oder Positionen.

Die einfach zu bedienenden und meist kostenlosen Werkzeuge sozialer Medien kann nutzen, wer einen Internetzugang hat. Von zu Hause, vom Arbeitsplatz oder überall mobil mit dem Handy. Dadurch ergibt sich ein nicht endender Strom an Kommunikation. Die Antwortzeiten reduzieren sich, oft findet der Austausch zeitgleich statt.

Durch die digitale Vernetzung können Informationen enorm schnell weiter verbreitet und Menschen für eine Sache mobilisiert werden. Dabei haben persönliche Empfehlungen von Bekannten und Freunden mehr Gewicht als offizielle Verlautbarungen, Werbungen oder Marketingmaßnahmen von Unternehmen. Mitarbeiter, Freiwillige, Kunden oder Spender können so zu Botschaftern und Fürsprechern ihrer Organisation werden.
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2.  Überlegungen zum Engagement der Caritas in sozialen Medien 

Soziale Medien sind kein Hype, der in ein paar Jahren wieder verschwunden ist. Die neue Form der Kommunikation hat Konsequenzen für Organisationen, Firmen und Politiker. Die Menschen erwarten auch von ihnen, dass sie offen sind für einen Dialog auf Augenhöhe. Wer in sozialen Medien lediglich Pressemeldungen verbreitet, bringt sich um die Chance sich mit unterschiedlichen Personen über die Dinge auszutauschen, die gut laufen oder verbessert werden können. Soziale Medien machen Partizipation und Teilhabe über einen neuen Kanal möglich. Damit die Caritas diesen nutzen kann, sollte folgendes beachtet werden:

  • Es braucht einen Plan
    Der technische Einstieg in soziale Medien ist einfach. Ist eine Organisation jedoch einmal mit ihrem Profil präsent, wird sie auch mit den Erwartungen der Nutzerinnen und Nutzer nach Information und Dialog konfrontiert. Erfüllt sie diese nicht, kann dies negative Auswirkungen auf die öffentliche Wahrnehmung der Organisation haben.
    Die Nutzung sozialer Medien und Netzwerke muss deshalb in die vorhandene Kommunikationsstrategie der Organisation eingebunden werden. Sie ist ein neuer Baustein im Medienmix, für den Aufgaben, Ziele, Ressourcen und Inhalte definiert werden müssen. Erst daraus ergibt sich Klarheit darüber, in welchen Netzwerken die Organisation präsent sein will und kann. Der auf Dauer angelegte Austausch mit Fans, Freunden oder Followern braucht ständig neue Impulse. Ein Redaktionsplan und das Wechselspiel mit den Inhalten der eigenen Website helfen diesem Anspruch gerecht zu werden.
  • Es braucht Zeit
    Die Präsenz einer Organisation in sozialen Netzwerken muss ständig gepflegt werden: Eigene Inhalte entwickeln, Anfragen beantworten, Spamkommentare entfernen, in den Dialog treten und Diskussionen über die Organisation im Blick behalten. Hinzu kommt, dass soziale Medien und Netzwerke keine Öffnungszeiten haben. Kommentare, Anregungen und Fragen werden rund um die Uhr verfasst und online gestellt. Die Nutzerinnen und Nutzer erwarten (und sind es gewohnt), dass der Angesprochene zeitnah darauf reagiert.
  • Es braucht Dialogbereitschaft
    Soziale Medien sind kein weiterer Kanal, um Pressemeldungen zu verbreiten. Wer sie dazu nutzt, wird scheitern. Die Menschen erwarten mehr: den Dialog. Der ist grundsätzlich offen und nicht so steuerbar wie es Organisationen bei der Nutzung klassischer Medien gewohnt waren. Sie verlieren ihre Deutungshoheit, gewinnen dafür aber einen direkten, authentischen und unmittelbaren Rückkanal. Die meisten Anmerkungen der Menschen sind konstruktiv und werden so zu einer großen Chance für eine lernende Organisation.
  • Es braucht Personen
    In sozialen Medien wird eine Organisation erst durch die Menschen lebendig, die für sie sprechen. Die einen tun das offiziell in ihrer Funktion als Geschäftsführer, Vorstand oder Presseverantwortlicher. Die anderen, weil sie Mitarbeiter, Spender, Partner, Patienten oder Klienten sind. Sie äußern sich auf den offiziellen Seiten einer Organisation oder in privaten Netzwerken und prägen so das Bild der Organisation in den sozialen Medien. Für die Moderation und Betreuung eigener Kanäle muss die Organisation Verantwortliche benennen, und dafür sorgen, dass sich diese in Urlaubszeiten gegenseitig vertreten.

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3. Vernetzung der Caritas in sozialen Medien

Jede Einrichtung, jeder Verband der Caritas präsentiert sich mit ihren Webseiten im Internet. Alle Seiten zusammen bilden die Caritas-Webfamilie, deren bundesweites Schaufenster caritas.de ist. Vergleichbar sollte der Aufbau der Caritas in sozialen Medien und Netzwerken sein:

  • Lokale, regionale oder diözesane Caritas-Präsenzen richten ihren Fokus auf die Themen, Termine und Aktionen in ihrer Nähe. Sie brechen bundesweite Inhalte und Kampagnen auf ihren Wirkungskreis herunter, verlinken auf bundesweite Angebote  und multiplizieren so die damit verbundenen Anliegen. In der Gestaltung orientieren sie sich am Corporate Design des Deutschen Caritasverbandes (s. Anlage). Aufbau und Pflege solcher Präsenzen übernehmen die jeweils Verantwortlichen für Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit.
  • Die bundesweiten Präsenzen des Deutschen Caritasverbandes e. V. werden zum „Best of“ der Caritas-Arbeit. Aufgrund der großen Reichweite ist dort nicht nur der Ort für gemeinsame Aktionen zur Caritas-Kampagne oder für Diskussionen zu sozialpolitischen Fragen. Regionale Projekte, Aktionen und andere Inhalte, die exemplarisch und herausragend für die Vielfalt der Caritas stehen, sollten hier ebenfalls auftauchen. Dazu bedarf es einer redaktionellen Abstimmung mit der zuständigen Online-Redaktion des Deutschen Caritasverbandes.

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4.  Leitfaden zur Nutzung sozialer Medien für die Caritas in
Deutschland (Guidelines)

Not sehen und handeln. Damit wir als Caritas dieses Ziel erreichen, müssen wir nahe bei den Menschen sein, zuhören, nachfragen, Unterstützung anbieten. Deshalb sind wir offen für den Dialog, der über soziale Medien und Netzwerke wie Facebook, Youtube, Twitter und andere Plattformen läuft. 

  • Unsere Mitarbeiter(innen) können anderen Menschen so direkter und schneller helfen. Junge Menschen kommen in Kontakt mit unseren Ideen, Angeboten und Aktionen. Die Vernetzung mit Freiwilligen, Spender(innen) und Stifter(innen) erhält eine neue Dimension.
  • Durch den unmittelbaren Kontakt mit den Menschen und durch deren Feedback können wir unsere Angebote optimieren.
  • Wir bringen uns mit Positionen und Aktionen in die sozialpolitische Debatte im Netz ein.
  • Wir wollen ein Knoten im Netzwerk vieler Menschen sein, die an sozialen Themen interessiert sind und sie als Multiplikatoren der Caritas-Ideen gewinnen.

Unsere glaubwürdigsten Botschafter sind Sie: die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Auszubildenden und die vielen Freiwilligen und Ehrenamtlichen. Durch Ihren Einsatz geben Sie der Caritas vor Ort ein Gesicht – tun Sie dies gerne auch in Ihren sozialen Netzwerken.

Wenn Sie in Ihren Profilen als Mitarbeiterin oder Mitarbeiter der Caritas in Erscheinung treten, verschwimmen die Grenzen zwischen Beruf und Privatleben. Die folgenden Richtlinien sollen Ihnen helfen, mit diesem Spagat verantwortungsvoll und sicher umzugehen. Sie sind bindend für Ihre Äußerungen in sozialen Medien, wenn es um Ihre Arbeit oder um die Caritas geht.

  • Es ist Ihre Verantwortung!
    Entscheiden Sie selbst, ob Sie in sozialen Netzwerken angeben, dass Sie bei der Caritas arbeiten. Dabei gilt wie immer: Jede Veröffentlichung im Netz ist ein weiterer Baustein Ihrer virtuellen Persönlichkeit. Passen Sie die Einstellungen der Privatsphäre bei allen Plattformen, die Sie nutzen entsprechend Ihrer Vorstellungen an. Für jede Äußerung sind Sie persönlich verantwortlich. Deshalb lieber noch einmal alles durchlesen, bevor Sie etwas veröffentlichen. Beachten Sie die Urheberrechte, wenn Sie Fotos, Filme oder Audiomaterial verwenden und kennzeichnen Sie Zitate.
  • Wer spricht offiziell für die Caritas?
    Die Leitung des (Fach-)Verbandes, der Einrichtung oder des Trägers vertritt diese offiziell nach außen [Platzhalter für die konkrete Angabe des jeweiligen Verbandes]. Das gilt auch bei der Kommunikation über soziale Medien. Stellvertretend können dies dafür beauftragte Personen tun.
    Alle anderen Mitarbeiter(innen), Freiwilligen und Ehrenamtliche äußern ihre persönliche Meinung, wenn sie über die Caritas reden. Achten Sie deshalb darauf, dass dies bei Ihrer Kommunikation in sozialen Medien deutlich wird. Transparenz stellen Sie her, wenn Sie in der Ich-Form schreiben, Ihre Funktion innerhalb des Verbandes angeben oder darauf hinweisen, wenn Sie als Privatperson eine Meinung äußern.
  • Was gehört in sozialen Medien und Netzwerke?
    Beteiligen Sie sich an den Diskussionen, die auf den offiziellen Kanälen der Caritas im Netz laufen. Bringen Sie Ihre Erfahrung, Ihre Fachlichkeit und Ihre Meinung ein. Teilen Sie Inhalte mit anderen und verbreiten Sie diese: Verlinken, kommentieren oder retweeten ist hier ausdrücklich erwünscht! Auch für Kritik ist Platz, so lange sie nicht persönlich oder verletzend wird.
    Mischen Sie sich auch ein, wenn auf anderen Plattformen caritasrelevante Themen diskutiert werden. Werden Sie zu Ihrer Meinung als Caritasmitarbeitende gefragt, können Sie auch auf die offiziellen Seiten der Caritas im Netz verweisen. Schildern Sie vor allem Ihre persönliche und fachliche Sicht der Dinge. So knüpfen Sie Kontakte und sammeln neues Wissen. Beides kann Sie in Ihrer Arbeit und damit den Verband als Ganzes weiterbringen.
  • Was gehört nicht in soziale Medien und Netzwerke?
    Soziale Netzwerke sind ein öffentlicher Raum. Was Sie veröffentlichen, ist potentiell für alle Menschen sichtbar. Selbst wenn Sie den Inhalt für den allgemeinen Zugriff gesperrt haben, kann ein Freund diesen (un)absichtlich an andere weiterleiten. Sie haben es dann nicht mehr im Griff, was mit Ihrer Aussage passiert. Diese zurückzunehmen ist schwierig bis unmöglich.
    Bestimmte Informationen aus dem beruflichen Kontext dürfen grundsätzlich nicht veröffentlicht werden. Dazu gehören vor allem Daten von Klienten, Patienten oder Spender(innen) sowie vertrauliche Informationen des Verbandes. Es gelten die Datenschutzrichtlinien, die Sie mit Ihrem Arbeitsvertrag unterschrieben haben. Respektieren Sie die Privatsphäre der Menschen in Ihrem beruflichen Umfeld. Posten Sie keine Informationen über Arbeitskolleg(innen) oder Mitarbeiter(innen) von Geschäftspartnern.
  • Wie soll ich mich verhalten?
    Der Austausch mit anderen macht am meisten Spaß, wenn man auf interessante und authentische Menschen trifft. Deshalb: Bleiben Sie auch in sozialen Medien der, der Sie sind. Hören Sie zu, antworten Sie auf Fragen und mischen Sie sich ein, wo sie wirklich etwas zu sagen haben. Bleiben Sie bei den Fakten und spekulieren Sie nicht. Überzeugen Sie durch Ihre Professionalität und verweisen Sie im Zweifelsfall auf die offiziellen Seiten und Sprecher des Verbandes.
    Der Umgangston in den sozialen Medien ist locker, auch Unbekannte werden meist mit Du angesprochen. Agieren Sie freundlich und lassen Sie sich nicht auf eine unfair geführte Diskussion ein. Beleidigungen und abwertende Kommentare aufgrund von Geschlecht, Religion oder ethnischer Herkunft sind tabu. Sie diskreditieren damit sich und Ihren Arbeitgeber.
    Damit die Leser(innen) Ihrer Meldungen keine falschen Schlüsse ziehen, sollten Sie auch parteipolitische Meinungsäußerungen nicht in Verbindung mit Ihrem Engagement bei der Caritas bringen.
  • Wann kann ich online sein?
    Eine verantwortungsvolle Nutzung sozialer Medien während der Arbeitszeit ist möglich.  Klären Sie mit Ihren Vorgesetzten, in welchem zeitlichen Umfang Sie für berufliche Zwecke Kontakte knüpfen, sich Wissen aneignen, Netzwerke aufbauen und somit das Image der Caritas pflegen können. Nutzen Sie die neue Kommunikationsmöglichkeit während der Arbeitszeit um Ihre Arbeit besser zu machen – nicht um private Interessen oder Kontakte zu pflegen.
  • Noch Fragen oder Anregungen?
    Die sozialen Medien wirken auch in den eigenen Verband hinein und ermöglichen den Dialog. Besprechen Sie Ihre Ideen und Erfahrungen im Kollegenkreis und mit Ihren Verantwortlichen vor Ort.
    Die Aktivitäten des Deutschen Caritasverbandes in sozialen Medien und Netzwerken steuern und koordinieren die Mitarbeiter(innen) des Referats Öffentlichkeitsarbeit. Sie erreichen Sie unter web@caritas.de.

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5. Das Wichtigste in Kürze

Unsere glaubwürdigsten Botschafter sind Sie: die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Auszubildenden und die vielen Freiwilligen und Ehrenamtlichen. Durch Ihren Einsatz geben Sie der Caritas vor Ort ein Gesicht – tun Sie dies gerne auch in Ihren sozialen Netzwerken.

1 Handeln Sie verantwortlich
Entscheiden Sie selbst, ob Sie in sozialen Netzwerken angeben, dass Sie bei der Caritas arbeiten. Für jeden Ihrer Inhalte sind Sie selbst verantwortlich.

2 Sprechen Sie für sich
Machen Sie deutlich, in welcher Funktion Sie bei der Caritas sind. Offizielle Statements geben nur der Vorstand, die Geschäftsführung oder andere dafür beauftragte Personen. Sie äußern Ihre persönliche Meinung und bringen dabei Ihr fachliches Know-how ein. 

3 Verbreiten Sie Caritas-Inhalte
Werden Sie Botschafterin oder Botschafter für die Caritas, indem Sie interessante Inhalte des Verbandes verlinken, kommentieren und mit anderen teilen. 

4 Beachten Sie den Datenschutz
Machen Sie keine Aussagen über Klienten, Patienten, Kunden, Spender(innen), Kolleg(innen) oder Partner in sozialen Medien. 

5 Bleiben Sie freundlich und respektvoll
Der Dialog in sozialen Netzwerken ist zum Teil hitzig, manchmal unfair und beleidigend. Bleiben Sie sachlich und halten Sie sich an die Fakten. Verweisen Sie im Zweifelsfall auf die Sprecher(innen) des Verbandes. 

6 Äußern Sie Kritik konstruktiv und respektvoll
Soziale Netzwerke ermöglichen offene Diskussionen. Sie sind aber der falsche Ort, um Probleme am Arbeitsplatz oder mit einzelnen Personen zu diskutieren, dies sollte eher im direkten Gespräch geschehen.   

7 Sorgen Sie für Ihre Sicherheit
Passen Sie auf allen Plattformen Ihre Einstellungen zur Privatsphäre an. Geben Sie Ihre Zugangsdaten nicht an Dritte weiter und lesen Sie sich jede Äußerung noch einmal durch, bevor Sie sie veröffentlichen. 

8 Halten Sie sich an das Urheberrecht
Veröffentlichen Sie Fotos, Filme oder Audiomaterial nur, wenn Sie dazu berechtigt sind. Nennen Sie Ihre Quellen und kennzeichnen Sie Zitate.

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ANHANG

Hier folgen Angaben zu den Profilen des Deutschen Caritasverbandes bei Facebook, Youtube, Twitter, Studi-VZ, Flickr, … sowie die Adressen der Caritas-Blogs. Außerdem werden Vorgaben zum Corporate Design auf einzelnen Plattformen gemacht.

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Die Endfasung der Guidelines finden Sie auf www.caritas.de/socialmediaguidelines

Marc Boos | 27. Mai 2011

52 Antworten auf Zur Diskussion: Social Media Leitfaden für die Caritas

  1. Pingback: Über den Sinn und Unsinn von Social Media Guidelines | BisCulmCom

  2. Pingback: Über den Sinn und Unsinn von Social Media Guidelines - BisCulmCom Blog

  3. Pingback: Social-Media.com Social Media Knigge von Michael Ehlers - Social-Media.com

  4. Pingback: Sozial bewegt im Social Web

  5. Pingback: Präsentationen der Medienmittwoche |

  6. Pingback: Singen und Stimme Aktuell des Schwäbischen Chorverbandes » Blog Archiv » Vortrag: Social Media als Teil der Öffentlichkeitsarbeit

  7. Pingback: Singen und Stimme Aktuell des Schwäbischen Chorverbandes » Blog Archiv » Vortrag: Social Media für Vereine von Nutzen?

  8. Pingback: [Social Media Richtlinien] Liste deutschsprachiger Social Media Guidelines | Social Media Zentrale

  9. Pingback: Deutsche Social Media Guidelines | Christian Buggischs Blog

  10. Pingback: Redcross Sociologist » Blog Archive » NPOs und Social Media Policy. Auswertung einer Blogparade.

  11. Pingback: Redcross Sociologist » Blog Archive » Social Media Policy der Caritas Deutschland

  12. Annette Lödige-Wennemaring sagt:

    Hallo Herr Boos,
    vielen Dank für den Leitfaden. Er gibt zumindest eine erste Orientierung für den Umgang mit den sogenannten sozialen Medien. Was mir fehlt ist ein zweiter Leitfaden, der es insbesondere älteren MitarbeiterInnen ermöglicht, sich mit diesem Medium zu beschäftigen. Das mag für in diesem Bereich Erfahrene vielleicht überraschen. Aber die Hemmschwelle für Ältere ist oft hoch. Die Zeitungen berichten meistens nur, wenn etwas schief läuft und schüren damit Ängste, etwas falsch zu machen oder seine Daten nicht mehr unter Kontrolle zu bekommen. In den leitenden Positionen sitzen aber in der Regel Ältere, die entscheiden und auch die Nutzung freigeben müssen, wenn diese Menschen aber Sorgen haben, kann das zu einem Problem für die Organisation werden. Also ein Leitfaden für noch nicht Erfahrene ist sicher gut.

    • Marc Boos sagt:

      Hallo Frau Lödige-Wennemaring,
      vielen Dank für Ihre Rückmeldung. Ich denke, diese Unsicherheit im Umgang mit dem neuen Medium lässt sich nicht durch einen Leitfaden allein beheben. Hier sollten Schulungen angeboten werden, die im Tun die Scheu und Bedenken nehmen können.

  13. Pingback: Kommentare verändern Guidelines » » Caritas-Webfamilie

  14. Pingback: Auswertug der NPO-Blogparade zu Social Media Policys und Social Media Guidelines | www.hannes-jaehnert.de

  15. Sigrid Zinnecker sagt:

    Hallo Herr Boos, bin leider spät dran mit meinem Kommentar, Vielleicht erreicht er Sie trotzdem.
    Sehr gut, dass Sie das Thema aufgreifen und auf die verbandliche Agenda bringen. Ich schließe mich den Kommantaren an, die darauf aufmerksam machen zwischen Policy und Strategie zu unterscheiden.
    Bin gespannt wie’s weitergeht.
    Grüße aus Stuttgart
    Sigrid Zinnecker

  16. Marc Boos sagt:

    Auch Gerald Czech vom Österreichischen Roten Kreuz – deutschsprachiger Pionier in Sachen SMP – hat unseren Entwurf kommentiert. Sein Pingback hat es leider nicht über die Grenze geschafft und wird hier händisch nachgereicht: http://blog.roteskreuz.at/sociologist/2011/07/04/social-media-policy-der-caritas-deutschland/
    Vielen Dank dafür und die kritischen Fragen, unter denen wir unser Dokument noch mal anschauen sollten. (Und keine Sorge: Wir verschmerzen Deine kleine Spitze und kommen auch diesen Sommer gerne in unser schönes Nachbarland zum Urlaub ;-)

  17. Hallo Marc Boos,
    meine Anmerkungen zum Entwurf der Caritas Social Media Policy sind nun online. Sie finden Sie unter dem Link: http://netzwerkpr.de/index.php/2011/07/diskussion-zur-social-media-policy-von-caritas-deutschland/
    Beste Grüße und gutes Gelingen für die finale Social Media Policy,
    Katrin Kiefer

  18. Pingback: netzwerkPR » Diskussion zur Social Media Policy von Caritas Deutschland

  19. Helmar Fexer sagt:

    Hallo Herr Boos,
    ich selbst gehöre zwar nicht zum Kreis der User von Socila Media, nehme aber zunehmend war, dass die Caritas diese Diskussion dringend führen muss! Ihren Entwurf halte ich für sehr gut und würde mir wünschen, dass er in seinen Grundzügen bei einer Verabschiedung auch erhalten bleibt.
    Wichtig erscheint mir im Sinne der Kapitel 4.-6. v.a. die jüngeren Mitarbeiter/-innen, die sich bereits in diesen Medien bewegen zu ermutigen und Orientierung zu geben, dies auch als Caritas-Mitarbeiter zu tun.
    Andererseits müssen wir als Organisation realisieren, dass wir insbesondere die Zielgruppen der jüngeren künftigen Mitarbeiter/-innen und bürgerschaftlich Engagierten über die klassichen Medien (Print und Internet) nicht mehr erreichen werden.
    Eine Herausforderung wird es jedoch sein, dies in der konkreten Umsetzung in unsere Abläufe zu intergrieren und die damit verbundene weitere Potenzierung der Informations-/ Kommunikationsflut sinnvoll zu organisieren. Auf diesem Gebiet stecken wir ja selbst in Sachen Email und carinet noch in den Kinderschuhen!

    • Marc Boos sagt:

      Hallo Herr Fexer,
      ich würde noch einen Schrit weiter gehen: Wer Social Media enrsthaft nutzen will, muss sich darüber im Klaren sein, dass damit einen Organisationsentwicklung verbunden ist. Mit den bestehenden Kommunikationsmechanismen des Verbandes wird es nicht möglich sein, die Potentiale sozialer Medien auszuschöpfen.

  20. Hallo Marc, hallo liebe Caritas Webfamilie, ich habe mir die SMP wie versprochen vorgenommen. Es hat gestern geregnet, deshalb ist sie ein bisschen ausführlicher geworden :-)
    http://hannes-jaehnert.de/wordpress/2011/07/02/zur-diskussion-der-social-media-policy-fur-die-caritas-deutschland/

  21. Pingback: Zur Diskussion der Social Media Policy für die Caritas Deutschland | www.hannes-jaehnert.de

  22. Christoph Klitsch-Ott sagt:

    Zunächst mal ein Danke für diesen Leitfaden. Da steht vieles Richtige und Wichtige drin und die Diskussion sollte in diese Richtung weitergehen.
    Ohne Zweifel sollte Caritas sich in diesen neuen Medien bewegen und vor allem professionell bewegen können. Es ist auch zu vermuten, dass diese neuen Medien eine wachsende Rolle in der Kommunikation spielen werden. Von daher wird sich die Caritas dieser Entwicklung nicht entziehen können.
    Allerdings würde ich mir in dem Text an manchen Stellen etwas mehr kritische Distanz wünschen. Facebook, Twitter & Co. sind in meinen Augen keinesfalls “soziale” Netzwerke oder “soziale” Medien. Sie gehören nicht zu den gemeinnützigen oder wohltätigen Organisationen. Es sind in erster Linie gewinnorientierte Unternehmen, die mit unseren Daten Gewinne machen wollen. Wenn man sich dies einmal klar gemacht hat, dann kann man diese Medien auch mit der nötigen kritischen und professionellen Distanz zum eigenen Vorteil Nutzen.

    Ch. Klitsch-Ott

  23. Thomas Wilk sagt:

    Hallo Marc B.,
    vielen Dank für die Überlegungen. Finde ich gut. Schlüssig und wunderbar kurz (ohne das verbandsübliche Grundsatzkonzeptsionsgeschreibsel über jeweils mindestens 14 Seiten).
    Sicher längst überfällig. Aber einer muss sich mal drum kümmern.
    Inhaltlich kann ich nur zustimmen. Gute Idee auch, sämtliche Mitarbeiter – als Teile des Systems – einzubeziehen (auch hier: Partizipation, Teilhabe).
    Für mich stellt sich nur die Frage, wenn ich an die (Fach-)Verbände, Arbeitsgemeinschaften, einzelnen Träger, Mitglieder etc. denke, die sich unter dem Dach der Caritas tummeln: Mit wie vielen Absenderpersönlichkeiten treten wir (25.000 Einrichtungen der Caritas im Maximal-Fall) auf? Mit 25.000? Mit einer (wir sind “die Caritas”)? Oder ist uns das egal? (Bei letzterem denke ich natürlich nicht an unsere Fundraiser …) Denn sicher kann man von unseren Kunden, Parntern bzw. einer breiten Öffentlichkeit nicht erwarten, dass die auch nur ansatzweise das strukturelle und organisatorische Geflecht der Caritas kennen.
    Gibt es dazu schon Überlegungen, Vorstellungen, Wünsche (wie das im Idealfall aussehen soll)?
    Beste Grüße, weiter so und ein sonniges Wochenende wünscht aus Stuttgart, der Stadt des berühmtesten Bahnhofs Deutschlands
    Thomas W.
    PS: Nur noch eine Frage: In welchem Raum diskutieren wir hier eigentlich? Ist das ein öffentlicher Blog im Internet (konnte ich auf die Schnelle nicht finden) oder eine Diskussion in einem geschlossenen Kreis?

  24. Lieber Herr Boos,
    danke für den Leitfaden. Er macht Mut in diese Richtung weiter zu denken. Ich nutze ihn für mich in der Frage, was muss alles bedacht werden bevor man beginnt. Ich nutze ihn auch um mit Kollegen, Mitarbeitern und Vorgesetzten über den Einsatz von Facebook und Co zu reden. Persönlich bin ich der Meinung, dass wir bald damit anfangen sollten. Ich habe mich selbst bei Facebook, Twitter und Youtube angemeldet und mich in der Handhabung, den Privatspäreneinstellungen und den Möglichkeiten beschäftigt. Das empfehle ich auf jeden Fall, um zu wissen wie es geht, bevor man mit der Einrichtung damit startet. Das schlimmste was passieren kann, ist dass mehr Menschen bei uns Rat suchen und Caritas noch bekannter wird.
    Karl-Heinz Schön

  25. Sehr geehrter Herr Boos,
    herzlichen Glückwunsch zur modernen, aktiven und gut strukturierten Darstellung der geplanten Nutzung sozialer Medien. Leider muss ich mich als notorische Nichtnutzerin bis hin zur Verweigerin von facebook und Konsorten outen, bin damit aber vermutlich nicht allein in der Caritasfamilie. Ich finde es sehr wichtig, dass wir auch in den neuen Medien präsent sind und uns hier, unserem Selbstverständnis entsprechend, sofort und unmittelbar auf die entsprechenden “Anstandsregeln” verständigen. Ich bin mir nicht sicher, ob ich in meinem Verband Interessierte, versierte MitarbeiterInnen habe, die das Medium dann regelmäßig und zuverlässig pflegen können. Beim Datenschutz scheint mir die Ergänzung, dass neben dem VErbot Personendaten zu kommunizieren auch wichtig, dass keine Interna kommuniziert werden. Wenn Sie einer Social-Media abgeneigten Geschäftsführerin dann noch mit einem Schnelleinstieg in die Nutzung der sozialen Netzwerke auf die Sprünge helfen könnten, hätten Sie vielleicht eine starke Unterstützerin mehr.
    Vielen Dank und seien Sie gewiß, dass ich den Prozess verfolgen werde.
    Yvonn Hürten

    • Robert Schedding sagt:

      Sehr geehrte Frau Hürten,
      meines Erachtens ist auch das Thema “Interna” äußerst sensibel zu betrachten! Wer definiert Interna? Wer darf was nach außen kommunizieren? Wie ist das Prozedere vorm Zeitalter des Web 2.0 geregelt worden? Den “Buschfunk” können Sie nicht abschalten – weder auf dem Marktplatz, noch in den Social Media. Dennoch erscheint es mir wichtig, das Thema zumindest ins Bewusstsein der MitarbeiterInnen zu rufen.
      Wie in meinem eigenen Beitrag bereits erwähnt, liegt die höchste Priorität meiner Meinung nach in der Bewusstseinsbildung!
      Beste Grüße aus dem Münsterland
      Robert Schedding

    • Marc Boos sagt:

      Liebe facebook-Verweigerin ;-), ich finde es klasse, dass Sie sehr bewusst entscheiden, wo Sie sich in die virtuelle Welt einbringen. Bei uns tun Sie es und das ist enorm wichtig. Denn wenn die Entscheider/innen des Verbandes sich nicht mit den Entwicklungen auseinandersetzen, haben wir ein Problem. Es wäre fahrlässig für einen Verband wie die Caritas, die Entwicklungen im Bereich Social Media zu ignorieren. (Ich empfehle hierzu den Blog von Brigitte Reiser und ihren Artikel http://blog.nonprofits-vernetzt.de/index.php/social-media-und-burgerpartizipation-fur-mehr-demokratie-im-nonprofit-sektor/).
      Ihre Sorge, ob sich genügend Mitarbeiter/innen finden, die kompetent in sozialen netzen agieren, ist meiner Erfahrung nach unbegründet. Starten Sie spaßeshalber doch mal eine informelle Umfrage unter den Azubis, FSJlern und Freiwilligen. Sie werden überrascht sein, wie viele die Caritas als Arbeitgeber angeben. Und ja, die haben keine PR-Ausbildung und werden auch nicht zu offiziellen Sprechern des Verbandes, aber sie sind für ihr persönliches Netzwerk auch wesentlich glaubwürdiger als der Pressepsrecher des Verbandes. Warum? Weil sie viel authentischer agieren.

  26. Simone Lause sagt:

    Hallo,
    danke für die Erarbeitung des Leitfaden-Entwurfs.
    Meine Anmerkungen:
    – deutlicher auf Risiken hinweisen: Unbeschränkter Zugang und für die Öffentlichkeit zu Bildern und Infos, quasi “zum Abschuss freigegeben”, Rücknahme problematisch, Diskussion Gesichtserkennung, Missbrauch von Informationen durch die Wirtschaft (gläserner Kunde etc.). Es gab beim European Media Art Festival 2009 ein Projekt, bei dem twitter-Meldungen ausgedruckt und öffentlich in die Bibliothek gehängt wurden. Da waren die Betroffenen plötzlich extrem erstaunt. Meine Erfahrung: Viele unterschätzen die Öffentlichkeitswirksamkeit des Internets, weil es im ersten Augenblick so anonym ist.
    – Schwierigkeit bei der Wahl der “Schreibe”: Die Einträge sind in der Regel sehr komprimiert – sonst werden sie auch nicht gelesen. Die Aufmerksamkeit reicht für schätzungsweise 160 Zeichen. Sind Caritas-Inhalte so verkürzt authentisch darstellbar?
    – regionale Unterschiede: die Einteilung in regional und überregional scheint mir in diesem Fall schwierig, es ist ja das world wide web. Allerdings gibt es ein Gefälle. Das Thema Pflegesatz hat z.B. in Niedersachsen eine andere Brisanz als in Bayern. Wie lässt sich dies steuern?
    – Umgang mit Negativ-Äußerungen: Gibt es einen Notfall-Plan, wenn in Krisen, z.B. Tarifabschluss-Fragen oder anderen Situationen die öffentliche Diskussion eskaliert?
    – und noch eine ganz andere, eher ethische Frage: die Caritas berät auch im Bereich online-Sucht. Viele facebook- und twitter-“Kandidaten” hängen den ganzen Tag vor der Kiste. Wie gehen wir damit um?

    • Robert Schedding sagt:

      Sehr geehrte Frau Lause,
      ich denke Sie geben einen wichtigen Hinweis: das Internet vergisst NIE! So gibt es längst zuverlässige Hilfsmittel, die Ihnen eine jede Internetseite zu einem x-beliebigen Zeitpunkt in der Vergangenheit anzeigen. Einmal gepostet gibt es kein zurück mehr – das muss dem Verfasser klar sein!

      Was die Länge der Postings angeht, so sehe ich das Ganze nicht so kritisch. Ich denke, die 240 Zeichen, die zur Verfügung stehen, sollten dem Leser Lust auf mehr machen. So kann ein kurzer Eintrag auf der Pinnwand mit einem Link zu einem ausführlichen Text versehen werden. Genau so arbeiten doch auch die Printmedien: Stimulierung durch visuelle Effekte (Bilder), Aufmerksamkeit erregen (Überschriften) und das Interesse des Lesers (z.B. fett gedruckte Einleitung) für den weiteren Inhalt wecken.

      Freundliche Grüße
      Robert Schedding

    • Marc Boos sagt:

      Hallo Frau Lause, danke für Ihre ausführliche Rückmeldung. Dazu ein paar Anmerkungen meinerseits:
      – Hinweis auf Risiken: Da dieser Wunsch mehrfach hier gepostet wurde, werden wir wohl im Abschnitt “Es ist ihre Verantwortung” noch nachlegen.
      – Schreibe: Das sehe ich wie Herr Schedding. Die kurzen Anreißer sind und bleiben Zuträger zu anderen, ausführlicheren Inhalten. Die sind aus meiner Sicht auch die größere Herausfroderung für uns, denn ohne gut aufbereitete Inhalte sind wir nicht interessant für die Nutzer.
      – Regional/überregional: Wenn uns das Zusammenspiel der unterschiedlichen Ebenen gelingt, wird es spannend für die Nutzer. Vor Ort gibt es viele spannende Projekte und Aktionen, die leider allzu oft lokal bleiben, weil sie nicht weitergetragen werden. Durch die Vernetzung und die einfache Möglichkeit zum Teilen von Inhalten in sozialen Medien und Netzen sollte das aber einfacher werden (siehe bereits jetzt unser Caritas-Mix auf http://www.facebook.com/caritas.deutschland)
      – Negativ-Äußerungen: Die gibt es und wird es geben – und zwar auf allen Ebenen. Auch wenn es strukturell nicht so ist: Die Menschen sehen die Caritas als Einheit. Gibt es einen “Caritas-Skandal” im Norden der Republik, färbt der auch auf die Einrichtungen in den anderen Regionen ab. Vor allem die Geschwindigkeit, mit der (Fehl-)Informationen im Netz weitergetragen und multipliziert werden, ist ein Problem für eine Organisation. Hier wird auch deutlich, weshalb es gut ist, wenn möglichst viele Mitarbeiter und Unterstützer der Caritas sich als solche in die Online-Diskussionen einbringen. Das “hilft” im Zweifelsfall weit mehr als eine Pressemeldung, die irgendwann mal online geht.
      – Online-Sucht: Das ist eher eine konzeptionelle Frage. Es gibt ja bereits meherer Beratungsstellen der Caritas und ihrer Fachverbände, die sich darum kümmern.

      • Simone Lause sagt:

        Hallo Herr Boos,
        Nachrichten sind beim NDR mein Kerngeschäft und eines ist klar: Es ist die Königsdisziplin, die Kerninfo richtig, verständlich, interessant und kurz darzustellen … Ich bin gespannt!
        Es sind alles nur Anregungen …

    • Zitat: “- und noch eine ganz andere, eher ethische Frage: die Caritas berät auch im Bereich online-Sucht. Viele facebook- und twitter-”Kandidaten” hängen den ganzen Tag vor der Kiste. Wie gehen wir damit um?” Zitat Ende.

      Sehr geehrte Frau Lause,
      in meinen Augen bringen Sie hier zwei gemeinsam auftretende Fakten in Verbindung, die nicht unbedingt kausal zusammen gehören; sicher nutzen viele Computer- und Internet-Süchtige soziale Netzwerke wie Facebook, twitter etc und verbringen dort aufgrund ihrer Sucht viel Zeit. Nach groben Schätzungen ist heute aber etwa jeder Vierte Deutsche beispielsweise bei Facebook unterwegs; die einen täglich mehrere Stunden, die anderen nur sehr selten und sicher gibt es auch wie immer ein großes Mittelfeld. Will sagen: längst nicht jeder, der sich im Web 2.0 bewegt, tut das aus einer Suchtneigung heraus. Darüber hinaus kann und soll Engagement im Social Media Bereich ja auch die (Bundes-, Diözesan-, Dekanats-, Orts-…) Verbände untereinander vernetzen und nicht nur die wechselseitige Verbindung zu Klienten herstellen. Abseits von privaten Interessen sind viele Nutzer also auch beruflich motiviert online.

      In die Überlegung, ob man sich hier engagiert oder nicht, also den Online-Sucht-Gedanken hineinzubringen, hieße konsequenterweise darüber hinaus auch, die gesamte (auch klassische “Web 1.0″-) Präsenz der Caritas im Internet zu hinterfragen.

      Und doch: unbestrittenerweise gibt es diese Online-Süchtigen und a u ch sie tummeln sich in den sozialen Netzwerken – aber kann nicht gerade auch hier die Hilfe der Caritas anknüpfen und die Leute dort “mitnehmen” im Sinne von niedrigschwelliger Hilfe?

      Freundliche Grüße
      Matthias Reddig

  27. Hallo Herr Boos,
    auch ich begrüße die Tatsache, dass sich Caritas mit den Neuen Sozialen Medien befaßt und sich selbst und den Mitarbeitenden Leitlinien vorschlägt.
    Ich sehe den Prozess aus zwei Perspektiven, einmal als Mitarbeiterin eines Freiwilligenzentrums und einmal als Mitarbeitervertreterin.
    Zum ersten Bereich finde ich vieles in den Leitlinien wieder, was ich selbst bedenken mußte, bevor ich mit dem Freiwiligenzentrum eine Präsenz auf Facebook angefangen habe. Super, gut gelungen!
    Zum zweiten Bereich spreche ich für Kolleg/innen, die nicht so internetafin und geübt sind im Umgang mit der schönen neuen Welt der Interaktivität – gleichwohl helfen die Leitlinien zur Information, Sensibilisierung und Risikenabwägung für den eigenen privaten Bereich. Nicht jede/r möchte sich mit seinem privaten Account auch als Caritas Mitarbeiter zu erkennen geben. Das muss erlaubt bleiben!

    • Marc Boos sagt:

      Liebe Frau Brunst, vielen Dank für die Anmerkung, dass niemand gezwungen werden soll, in seinem privaten Account den Arbeitgeber anzugeben. Das sehen wir hier genau so. Wer es aber tut, sollte sich im Vorfeld Gedanken machen, welche Inhalte er oder sie unter dem eigenen Namen veröffentlicht. Das kann ja unter Umständen eine ziemlich explosive Mischung geben. Wir hatten intern das Bild vom Stammtisch. Dort kann und werde ich auch andere Dinge erzählen als bei mir zu Hause – eben weil andere zuhören und ich nicht weiß, was die mit den Informationen machen.

  28. Herzlichen Dank für die Ausarbeitung des Leitfadens für die Nutzung sozialer Medien. Längst hat “Social Media” einen hohen Stellenwert in unserem alltäglichen Leben eingenommen – ist doch jeder vierte Deutsche mittlerweile Mitglied der Facebook-Community.

    Die Vorteile liegen jedenfalls auf der Hand und werden in betriebswirtschaftlichen und pädagogischen Studiengängen eingehend diskutiert. Social Media erleichtert die Kommunikation mit Kunden, Partnern und Interessenten sowie interne Kommunikationsprozesse. Nie haben wir schneller ein Feedback bekommen können. Gleichzeitig steigert die Nutzung sozialer Medien den Bekanntheitsgrad durch vernetzte Verbreitung und virales Marketing.

    Neben Vorteilen und Chancen dürfen aber auch die Risiken nicht außer Augen gelassen werden! Auch die Risiken werden im vorliegenden Entwurf deutlich. Wer Social Networks nutzt trägt eine hohe Verantwortung – für den Schutz seiner eigenen Persönlichkeit, für seinen Arbeitgeber (der evtl. im Profil verlinkt ist) und auch für die Gesellschaft.

    Auch wir haben das Thema Social Media in den letzten Wochen konstruktiv diskutiert – der vorliegende Entwurf kann im weiteren Prozess nur unterstützend wirken.

    Herzlichen Dank!
    Beste Grüße aus dem Münsterland
    Robert Schedding

  29. Hannah Ahrendt sagt:

    Liebe KollegInnen,
    der Entwurf ist längst überfällig. Deshalb vielen Dank-auch für die gelungene Präsentation.
    Aber über die Wahl des “Es braucht…” kann man sich streiten- ich finde es stilistisch schlecht.
    H. Ahrendt

    • Marc Boos sagt:

      Hallo Frau Ahrendt, nur die gewählte Form der Überschrift oder der ganze Text? Haben Sie konkrete Änderungsvorschläge?

  30. Liebe Kolleginnen und Kollegen!
    Klasse, herzlichen Glückwunsch, dass dieser wichtige Prozess im Verband nun offen diskutiert und in eine Form gebracht wird. Die dann hoffentlich allen Verbandsgliederungen Orientierung bieten kann und wiederum Ausgangspunkt für deren internen Diskussionen sind. Die Herausforderung und das Spannungsfeld, nämlich dass an Hierachie orientierte Steuerung und die Kontrolle von kommunikativen Prozessen mit den Insturment “Social Media” nicht gerade in engen verwandtschaftlichen Verhältnissen stehen, könnte noch ein wenig geschärft werden. Der Verband wird mit der Öffnung hin zu “Social Media” ein anderer werden. Und um ein klassisches “double bind” möglichst zu verhindern, wäre eine offenen Diskussion darüber sicherlich noch nötig. Herzlichen Dank und Kompliment!
    Jochen Leucht

  31. Michaela Hofmann sagt:

    Erst einmal herzlichen Dank für diesen Leitfaden. Die Diskussion, die hierüber angestoßen wird, ist überfällig und sehr notwendig. Vieles in diesem Papier kann ich teilen, allerdings fällt mir auf, dass dann doch die Aussagen als was ich mich im WEB bewege, nicht eindeutig sind. Vielleicht liegt es auch daran, dass Privat und Dienstlich in Netzwerken nicht eindeutig zu trennen sind. Für meine Begriffe müssten allerding die Gefahren und wie sich davor geschützt werden kann, noch deutlicher erwähnt werden, denn Gebrutstagsfeiern oder Bilder oder Kommentare sind schnell, sehr schnell in die Welt gesetzt mit nicht abzusehendem Ende. Die Diskussion, ob dies unseren Klienten nutzt finde ich spannend und sollte auch in Fachgremien mit Zeit und zum Nachdenken geführt werden. Denn Erwartungen sind auch hier schneller geweckt als erfüllt.
    Michaela Hofmann – DiCV-Köln

    • Marc Boos sagt:

      Mich würde dazu die Meinung anderer interessieren. Wir hatten in einer ersten Fassung “mehr Warnungen” drin, haben die dann aber wieder rausgeschmissen. Es nimmt dem Leitfaden zu sehr den motivierenden Charakter und wird schnell auch als “erhobener Zeigefinger” verstanden.

  32. Liebe Kolleginnen und Kollegen, herzlichen Glückwunsch – zum Entwurf und zum transparenten Diskussionsprozess. Vieles davon wird so oder so ähnlich auch bei der Diakonie in Bayern diskutiert. Wenn wir einen Schritt weiter sind, würde ich mich über einen weiteren Austausch freuen.
    D. Wagner, Sprecher Diakonie Bayern

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  34. Pingback: Seniorenforum Würzburg und Umgebung » Die Caritas und der Leitfaden für die Nutzung sozialer Medien

  35. Hallo Marc,
    ja, die Vorlage ist sehr hilfreich! Ein Hinweis auf mögliche Risiken hielte ich nach wie vor für gut.
    Ich bin gespannt, was das Ergebnis des Konsultationsprozesses sein wird.
    Viele Grüße
    Alfred Hovestädt

  36. Sehr geehrter Herr Boos,

    ich halte den Leitfaden für einen wichtigen Schritt hin zu einer durchdachten Präsenz der Caritas-Verbände in den sozialen Netzwerken. Vor allem begrüße ich, dass der Entwurf online zur Diskussion gestellt wird – so wird der weiter geöffnete Dialog, der mit der Präsenz in diesen Medien angestrebt wird, von vornherein realisiert.

    Ich möchte diese Möglichkeit daher nutzen, um noch eine kleine Ergänzung vorzuschlagen:
    Da der endgültige Leitfaden eine gute Diskussionsgrundlage für innerverbandliche Diskussionen über das Engagement in den Netzwerken sein kann, wäre es unter Punkt 2 “Überlegungen zum Engagement der Caritas in sozialen Medien” vielleicht hilfreich, noch etwas hinzuzufügen bzw. klarer zu betonen:
    Unter “es braucht Dialogbereitschaft” oder “es braucht Personen” fände ich den Hinweis hilfreich, dass auch die Zusammenarbeit und Kommunikation von Fachreferenten, Gremienmitgliedern etc des Verbandes mit den Verantwortlichen in der Öffentlichkeitsarbeit sichergestellt werden sollte; viele Fans/Freunde/Follower wenden sich sicher auch mit fachspezifischeren Fragen an die eher allgemein gehaltene Präsenz der Verbände. Hier wäre es m.E. dann sinnvoll, wenn es konkrete und verbindliche Absprachen gäbe, bis wann solche Anfragen vom jeweiligen Ansprechpartner bearbeitet werden. Eine direkte Beantwortung der Nutzerfragen hat eine andere “gefühlte Qualität” als ein reiner Verweis “bitte wenden Sie sich mit dieser Frage an Herrn/Frau XY”.

    An dieser Stelle nochmals ein großes Lob für die Partizipationsmöglichkeiten bei der Entwicklung der Webfamilie!

    Mit freundlichen Grüßen
    Matthias Reddig

    • Marc Boos sagt:

      Hallo Herr Reddig,
      danke für das Lob. Es ist schön, dass Menschen wie Sie sich an der Diskussion beteiligen. Ich kann mir gut vorstellen, dass Ihre Anregung auch in einer Endfassung des Dokumentes landet. Letztlich ist das die Frage nach der Betreuung der offiziellen Präsenzen. Ohne Teamwork und eine schnelle Absprache mit den Fachleuten sind wir Kommunikationsleute da auf verlorenem Posten.

  37. Hallo Marc, ich freue mich sehr, dass sich die Caritas als eine der großen Sechs in Deutschland den Mut fasst, die Erarbeitung ihrer Social Media Policy / Social Media Guideline öffentlich und transparent zu machen. Im Rahmen der NPO-Blogparade — und sicherlich auch darüber hinaus — werde ich den Artikel in meinem Blog kommentieren. Pingbacks werden ja, wie ich oben sehe, angezeigt :-)

    Viele Grüße
    Hannes

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