Viele Einrichtungen und Dienste der Caritas kennen das: Klienten, Kunden, Geldgeber erwarten neben der fachlich guten Sozialarbeit auch einen soliden Webauftritt. Schließlich ist das Internet längst zum allgegenwärtigen Auskunfsgeber geworden. Wann hat die Geschäftsstelle geöffnet, wo trifft sich die Selbsthilfegruppe heute, welche freien Stellen bietet der Verband und wie sehen die Zimmer im Altenheim aus? Diese Infos sollten stets aktuell und mit wenigen Klicks abrufbar sein. Doch hier liegt das Problem: Wer hat die Zeit und das Know-how diese Auftritte zu pflegen? Hier könnte der Verband seine Stärken ausspielen und Synergien schaffen.
“Für Caritas-nahe Einrichtungen könnte es eine Ergänzung oder sogar Erleichterung sein, Inhalte der Caritas ( zB Newsfeed) oder sogar die techn. Plattform (CMS, Templates,… ) nutzen zu dürfen.”
Diese Anregung gibt Manfred Siegler in seinem Kommentar. Er spricht damit einen Punkt an, der sicherlich Teil des zu erarbeitenden Gesamtkonzeptes der Caritas-Webfamilie sein muss. Denn die Caritas ist gut beraten, sich im Internet enger zu verknüpfen. Dies hätte gleich mehrere Vorteile:
- Vernetzung verteilt die Arbeit auf mehrere Schultern:
Wer einen guten Text zu einem Thema geschrieben hat, kann den anderen Caritas-Einrichtungen zur Verfügung stellen. Diese müssen sich nicht die Mühe machen, noch einmal einen Text dazu zu entwickeln. Damit würden wir der Tatsache Rechnung tragen, dass es auch in absehbarer Zeit weder vor Ort, noch in den Diözesanverbänden oder auf Bundesebene große Internetredaktionen geben wird. Nur wenn wir gemeinsame Sache machen, kann es gelingen, qualitativ hochwertigen Content zu präsentieren. Dies gelingt zum Beispiel auf den Kampagnenseiten www.soziale-manieren.de. Hier tragen viele unterschiedliche Autoren zum Erfolg der Seiten bei.
- Vernetzung schafft Aktualität:
Bestes Beispiel sind Spendenaufrufe von Caritas international. Deren Redaktion aktualisiert diese laufend. Vor Ort müssen die Internetverantwortlichen derzeit dies a) mitbekommen und b) händisch einstellen. Ein intelligentes System, das solche Inhalte automatisiert auf den Webseiten der Caritas ausspielt, würde einiges vereinfachen.
- Vernetzung macht den Verband erlebbar:
Wenn jede Einrichtung, jeder Orts- und Diözesanverband seine Informationen (z.B. freie Stellen, Veranstaltungen, …) in einen gemeinsamen Datenpool eingibt, können diese gebündelt und nach PLZ oder Themen sortiert, auch die Auftritte wie den Ihres Kindergartens bereichern. Bestes Beispiel ist die Ehrenamtsplattform www.caritas-ehrenamt.de, bei der diese Idee bereits umgesetzt wird.
Es fehlt dabei aber noch ein entscheidender Punkt und der entspricht Ihre Anregung: Derzeit können die freien Stellen nur auf der zentralen Seite abgerufen werden. Künftig muss das Suchfenster (z.B. über ein Widget) aber unbedingt auch auf dem eigenen Auftritt zu integrieren sein. Denn nur dann ergibt sich eine Win-Win-Situation: Ich befülle meine eigenen Seiten wie gehabt mit meinen Informationen. Dass diese auch noch an anderen Stellen des Netzwerkes angezeigt werden, ist dann ein angenehmer Nebeneffekt, der für eine weitere Verbreitung der Informationen sorgt.
Parallel zur Konzeptentwicklung wird auch das CariNet-CMS neu programmiert. Es muss solchen Anforderungen künftig gerecht werden.
Wo sehen Sie den Vorteil der stärkeren verbandsinternen Vernetzung? Ich freue mich über Ihre Kommentare.
